Botschaft eines Waldenser-Pfarrers in Zeit des Corona-Virus

Die Kirche ist da und auch wir sind da, wenn auch eingeschlossen in den Häusern.

Wir machen jede Woche zwei Stunden Vorkonfirmandenunterricht und vier Stunden Konfirmandenunterricht per WhatsApp. Ich werde jeden Sonntag um 10 Uhr aus der leeren Kirche direkt über Facebook einen kurzen Gottesdienst abhalten.

Mit den Pfarrerskolleg*innen sind wir dabei, eine kleine Meditation für jeden Abend vorzubereiten und werden bei Radio Beckwith anfragen, ob sie es senden.

Ich werde telefonischen Kontakt mit den Senioren und den Kranken aus der Gemeinde halten. Ich bin auch bereit, alle zu treffen, die nach einem menschlichen Kontakt fragen und dabei selbstverständlich die Vorschriften des Gesetzes bzgl. des Kontaktes von Personen beachten.

Mit dem Kirchengemeinderat stimmen wir uns ab über andere Vorhaben, die man aus der Ferne durchführen kann.

Leider sind religiösen Feiern verboten.

Aus Voraussicht haben alle Waldensergemeinden in den Tälern beschlossen, die Konfirmationen von Ostern auf Pfingsten zu verlegen.

Ich erinnere daran, dass für uns Protestanten sich nichts ändert was den persönlichen Glauben betrifft, die kontinuierliche Bibellesung kann fortgesetzt werden, wie auch das Gebet und der geschwisterliche Kontakt – wenn auch nur per Telefon.

Darüber hinaus und vor allem erinnern wir uns daran, dass in einem Monat Ostern ist. Der Tag, an dem wir eine Hoffnung feiern, die alle Furcht besiegt hat.

Der Herr sei mit euch allen.

Claudio Pasquet