Dank für Corona-Sonderspende

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Damen und Herren,

mit großer Freude möchte ich Ihnen die Danksagungen der Tavola Valdese für die Hilfe, die Sie der Waldenserkirche durch die Deutsche Waldenservereinigung zukommen lassen haben, ausrichten. Ihre Gaben sind ein spürbares Zeichen der brüderlichen Gemeinschaft und der Solidarität mit unserer kleinen italienischen Minderheit.

COVID-19 hat wirtschaftlich schwerwiegende Folgen für unsere Kirche gehabt – auf jeglicher Ebene. Ihre konkrete Unterstützung, sowie Ihre Gebete und Ihre Nähe helfen uns dabei, mit Mut in die Zukunft zu blicken. Die Lage in Italien hat sich nun verbessert. Die italienische Regierung hat die Vertreter der größten Konfessionen und Glaubensgemeinschaften angehört. Daraus ist ein Protokoll entstanden, dessen Unterschreibung es ermöglichte, ab dem 18. Mai unsere Gottesdiensträume wieder zu öffnen. Das Regierungsprotokoll beinhaltet strenge Vorlagen, die es zur Minderung des Ansteckungsrisikos und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu befolgen gilt.

In diesen schwierigen Monaten haben unsere Kirchen große Kreativität gezeigt und konnten sich mithilfe telematischer Instrumente um das Wort Gottes zusammenfinden. Dies ermöglichte wiederum, den Kreis der an den verschiedenen Aktivitäten Teilnehmenden zu erweitern. Natürlich wünschen wir uns, dass diesen wertvollen Schatz an Erfahrungen und Kompetenzen heute weiterhin eingesetzt werden kann. Damit gingen gerade die Bedürfnisse jener Menschen in Erfüllung, für die es am Schwierigsten ist, sich in die Gottesdiensträume zu begeben oder die beim Verlassen des eigenen Hauses am Meisten gefährdet sind.

COVID-19 hat zweifellos Spuren in unserem Leben als Gläubige hinterlassen. Der Virus hat uns dazu bewegt, uns zu fragen, ob die scheinbare „Normalität“ von früher wirklich so gesund und tröstlich war, wie wir dachten. Diese aufgehobene Zeit als eine Zeit der Überlegung zu leben, in der wir unseren Lebensstil kritisch hinterfragten und Prioritäten bewerteten: Das war die Herausforderung. Wir haben uns Fragen zu unserem Kirche-Sein gestellt und dazu, wie sich das gemeinschaftliche Dasein nährt. Zu der Wichtigkeit der Seelsorge und dazu, wie wir das Wort Gottes wirklich jedem und jeder zugänglich machen können.

Dabei sind wir nicht allein – ganz im Gegenteil. Wir spüren mit besonderer Lebhaftigkeit die Präsenz und die Nähe unserer Schwestern und Brüder der christlichen Ökumene.

Für diese Solidarität danke ich Ihnen herzlich. Ich bin zuversichtlich, dass der Herr es uns nicht an seiner Unterstützung fehlen lassen wird und dass er unsere Hoffnung beflügeln wird.

Ich verabschiede mich mit einem brüderlichen Gruß in Christus und wünsche Ihnen einen gesegneten Sommer.

Diac. Alessandra Trotta
Tavola Valdese
Moderatorin