WaldenserGuide – ein mehrsprachiger Audioguide für das Waldensermuseum

Um unsere Ausstellung für Besucher multimedialer zu gestalten und dabei gleichzeitig auch die Internationalität zu erhöhen, wurde im Museumsausschuss schon länger über die Einführung von Audioguides diskutiert. Hierzu hat die DWV einen Projektantrag mit dem Titel „WaldenserGuide“ eingereicht und dafür den Zuschlag erhalten. Das Projekt wird innerhalb des Programms NEUSTART KULTUR von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Das Programm NEUSTART KULTUR wird betreut durch den Deutschen Verband für Archäologie als Projektträger und zielt auf einen Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland in Zeiten von Corona und danach, indem Kultureinrichtungen zur Wiedereröffnung ihrer Häuser, Programme und Aktivitäten ertüchtigt werden. Hier passte unsere Idee zur Einführung eines Audioguides sehr gut zu den Zielen des Projektes.

Wir haben uns für das innovative System des jungen Unternehmens NUBART entschieden, welches einen „Audioguide ohne Audioguide“ anbietet, d. h. die Besucher nutzen als Audioguide einfach das eigene Smartphone. Im Waldensermuseum gibt es am Empfang kleine Kärtchen (in der Größe einer Scheckkarte) mit einer PIN-Nummer. Man wählt dann einfach die Seite www.waldenser.guide auf dem Handy an, wozu wir das Henri-Arnaud-Haus flächen-deckend mit einer kostenlosen, drahtlosen Internetverbindung (WLAN) für unsere Gäste ausgestattet haben, und gibt die PIN-Nummer der Karte ein. Dann kann man einfach die Erläuterungen zu den einzelnen Stationen auf dem eigenen Smartphone in der gewünschten Sprache hören, wobei neben Deutsch auch Englisch, Französisch und Italienisch zur Auswahl stehen. Der Rundgang durch die Dauerausstellung umfasst 18 Stationen, dazu kommen noch Erläuterungen zum Henri-Arnaud-Haus selbst mit seinem Garten sowie zur Henri-Arnaud-Kirche. Ergänzt werden die entsprechen Tonspuren durch ein Einführungsvideo und weitere Audiodokumente.

Das Kärtchen kann man anschließend mit nach Hause nehmen und so den Rundgang durch das Henri-Arnaud-Haus immer wieder erleben, so hat man gleichzeitig eine Erinnerung an den Besuch im Deutschen Waldensermuseum.

Kay Weidenmann